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Gästebuch

Letzte Aktualisierung: 25.02.2017

Biker's Fun (und noch mehr Frust)

Vorwort

Frust

In diesem Blog findet Ihr Reportagen, Glossen und Erlebnisse zum Überlebensk(r)ampf der Radfahrer auf den Straßen. Bei einigen Themen bleibt einem jedoch das Lachen im Hals stecken. Besonders dann, wenn man als Radfahrer auf Grund des behördlichen Egoismus zum Unfallopfer wird ...

"Je dicker das Auto, umso egoistischer das Verhalten"

"Je dicker das Auto, umso egoistischer das Verhalten" fasst Heinrich Strößenreuther, Initiative clevere Städte, eine Auswertung zusammen: Bezogen auf die Zulassungszahlen liegen auf den ersten drei Plätzen die Marken Land Rover, Jaguar und Porsche. Einmal mehr zeigt sich, dass die Bußgelder für das rücksichtslose Zuparken steigen müssen.

Die Online-Petition Machen Sie das Zuparken teurer, Herr Verkehrsminister! ist auf jetzt dem Weg.


Radweg

Wer kennt es als Radfahrer nicht, der Radweg ist zugeparkt so dass man auf die Fahrbahn ausweichen muss.

Zuparker sorgen dafür, dass Kinder, Kinderwägen und Rollstühle vom Gehweg auf die Straße ausweichen müssen. Sie parken Kreuzungen zu und behindern Müllabfuhr, Feuerwehr und Rettungsdienste. Sie blockieren Bushaltestellen und verursachen Verspätungen. Als Zweite-Reihe-Parker produzieren sie Gefahrenstellen und Staus - und zwingen Radler, Bus- und Autofahrer zu gefährlichen Ausweich-Manövern.

Es ist ein schlechter Witz, Radfahrende werden von der Polizei drangsaliert wenn sie die Fahrbahn oder einen Gehweg benutzen und jeder Schwarzfahrer wird stärker bestraft wie ein Autofahrer der vorsätzlich Radfahrende gefährdet oder den Verkehrsfluss behindert. Das widerrechtliche Parken ist effektiv preiswerter wie eine Fahrkarte für den öffenlichen Nahverkehr. Eine kranke Verkehrspolitik ...

30 km/h in Ortschaften muss sein!

30

Es gibt eigentlich nur Argumente für Tempo 30 innerhalb von Ortschaften: weniger Verkehrsopfer, sichere Schulwege, weniger Lärm, weniger Abgase, keine drängelnden oder sinnlos überholenden Raser, ...

Ausnahmen muss es selbstverständlich geben, aber nur für Straßen mit wirklich sicheren Radwegen und wenn dies nicht der Lebensqualität der Anwohner zuwider läuft.

Unterstütze auch DU die Europäische Bürgerinitiative für Tempo 30!

Leider verhindert diese Forderung nicht den Schwachsinn einiger Lokalpolitiker. Letztere richten an willkürlichen Stellen kurze Tempo 30 Bereiche ein. Gleich hinter dem Tempo 30 Schild steht eine Radarfalle um Autofahrer abzukassieren, die emisionsarm ihre Geschwindigkeit verringern. Aber 100 Meter weiter darf wieder ungestraft voll aufs Gas getreten werden. Dies ist deswegen schwachsinnig weil Kinder überall über die Straße laufen können und der Lärm sich nicht an Grenzen hält.

Es gibt nur eine Sonne ...

August 2015: Es war ein wunderschöner Morgen. Ich rollte mit gutem Tempo selbst-zufrieden auf einer einsamen Landstraße dahin. Die Sonne stand noch tief über dem Horizont und im Kornfeld neben der Straße begleitete mich mein langer Schatten. Irgendwann bemerkte ich, dass mich zwei Schatten begleiten. Äh? Ich dachte mir, es gibt nur eine Sonne, also kann es auch nur einen Schatten geben! Ich bremste um das Phänomän genauer zu beobachten. Im gleichen Moment hinter mir ein Schrei: "NICHT BREMSEN!". Oho - hinter mir fuhr ein Windschatten Chaot! Er überholte mich. Ich schrie ihm nach: "fahre gefälligst vorsichtiger, ich darf so viel bremsen wie ich will!" Egal, ob beim Auto- oder Radfahren, ich hasse diese Typen, die mich gefährden weil sie mir so dicht auf die Pelle rücken!

Die dunkle Seite des Fahrradhelms

Juni 2015: Über die Nützlichkeit eines Fahrradhelms kann man viel streiten. Letztendlich sollte es jedem selbst überlassen sein, ob sie/er so ein Ding aufsetzt oder nicht. Fakt ist, dass 50-mal mehr Autofahrer Kopfverletzungen erleiden wie Radfahrende. Niemand käme auf die Idee für Autofahrer eine Helmpflich zu fordern. Anders aber unser Bundesverkehrsminister Dobrindt. Er startete eine Helm-Kampange, welche an Spott kaum noch zu überbieten ist. Ausgerechnet mit dem Weltraum-Schurken Darth Vader wirbt er für Fahrradhelme. Dobrindt selbst wurde noch nie auf einem Fahrrad gesehen, geschweige denn mit Helm. "Das Imperium radelt zurück" oder was? [mehr]

Autofahrer prügelt Radfahrer bewusstlos und der Club der Ahnungslosen

30.01.2015: Wieder einmal tagt der Verkehrsgerichtstag. Mit viel Presse-Bimborium wird eine Alkoholgrenze für Radfahrer gefordert. In jeder Nachrichtensendung wird der Eindruck erweckt, dass alle Radfahrer angetrunken unterwegs sind.

Mir persönlich ist es vollkommen egal wie hoch die Promillegrenze für Radfahrer ist, denn ich werde nicht Versuchung kommnen, diese auszureizen. Ich muss aber ernsthaft fragen, ob diese Leute überhaupt keine Ahnung davon haben, was auf den Straßen wirklich los ist?

Wenn sie eine Ahnung hätten, dann würden endlich einmal Themen behandelt wie die vorsätzliche Gefährdung von Radfahrern durch zu geringen Seitenabstand, das rücksichtslose Überfahren von Radwegen beim Abbiegen, das straflose Zuparken von Radwegen, und so weiter ...

Dazu passt die Meldung: Autofahrer prügelt Radfahrer bewusstlos.

Der Wahnsinn

RIP

Es widerspricht dem gesunden Menschenverstand, wenn die Gesundheit und das Leben eines Radfahrers weniger wert sind als ein Verkehrsschild! Anders kann man wohl das Verhalten der Verkehrsüberwachung und Staatsanwaltschaft nicht bewerten. Die folgenden Beispiele sind leider nicht erfunden:


Wenn ein Autofahrer eine Geschwindigkeitsbegrenzung nur ein wenig überschreitet ohne dabei jemanden gefährdet zu haben, dann wird er einen Brief vom Staatsanwalt bekommen. ABER wenn ein Autofahrer vorsätzlich versucht einen Radfahrer von der Straße abzudrängen, dann wird die Staatsanwaltschaft erst gar kein Verfahren einleiten, denn der Radfahrer hat es ja überlebt (siehe weiter unten "ich habe es ja überlebt").


Wenn ein Autofahrer 5 Minuten lang mit 2 Rädern im Parkverbot steht, dann wird das Fahrzeug ohne weitere Fragen abgeschleppt. ABER wenn ein Autofahrer stundenlang einen Radweg blockiert und somit Radfahrer zu gefährlichen Ausweichmanövern auf die Straße zwingt, dann ist weder eine Behörde noch eine 'Kommunale Verkehrs(un)sicherheit' zuständig.


Dazu passt die Behauptung des Präsidenten des Deutschen Verkehrsgerichtstags im Januar 2013, dass sich kaum ein Radfahrer an die Regeln hält ... es erübrigt sich wohl jeglicher Kommentar!

Scheinheilige Bürokraten

 Blitzer

Den scheinheiligen Bürokraten interessiert es nicht, wenn Kinder und Radfahrer wegen auf Radwegen parkender Autos gefährdet werden. Auch die sogenannten 'Kommunalen Verkehrs(un)sicherheiten' dürfen Rad- und Fußwege rücksichtslos mit Radarfallen blockieren. Sie sind wohl nicht wirklich für die Verkehrssicherheit zuständig. Kommerz steht vor Sicherheit, Polizisten werden durch mangelhaft ausgebildete Geldeintreiber ersetzt, die sich selbst über die Verkehrsregeln hinweg setzen (Bild links: der Blitzer blockiert vollständig einen mit dem bekannten blauen Schild ausgewiesenen Radweg.)

Radweg

Es ist mehr als bedenklich und längst bewiesen, dass viele Radfahrer ausgerechnet auf Radwegen in einen Unfall verwickelt werden.

Linksseitige Radwege, also entgegen der Verkehrsrichtung, stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar! Fast kein Autofahrer rechnet beim Abbiegen mit 'Geisterfahrern'. In der Dunkelheit werden Radfahrer auf linksseitigen Radwegen von Autofahrern zwangsläufig extrem geblendet, so dass sie stürzen oder mit Fußgängern zusammenstoßen können.

Die Bürokraten, welche die Benutzung derartig gefährlicher Radwege zur Pflicht machen haben ihr Hinterteil offensichtlich noch nie aus einem Auto 'rausgekriegt.


Ein Hoffnungsschimmer: Vom Deutschen Verkehrsgerichtstag wurde im Januar 2013 gefordert, dass Verkehrsüberwacher besser ausgebildet sein müssen.

Ahnungslose Verkehrsplaner

Auch einige Verkehrsplaner haben ganz offensichtlich keine Ahnung vom Radfahren oder vertreten andere Interessen als die der Radfahrer-Sicherheit. Viele Radwege haben nur eine Alibifunktion, sie sind effektiv nichts anderes als subventionierte Landwirtschaftswege. Dabei besagen Verordnungen und Gerichtsurteile ganz klar, dass der Verlauf eines Radweges erkennbar der Straße folgen und die Benutzung zumutbar sein muss. Letzteres ist wohl kaum der Fall, wenn ein Radweg vollkommen verdreckt ist weil die Landwirtschaft grundsätzlich keine Rücksicht auf Radfahrer nimmt.. Aber auch auf Radwegen abseits von Straßen kann man sich als Radfahrer nicht sicher fühlen. Erst kürzlich konnte ich mich als Radfahrer nur durch die 'Flucht' ins Gebüsch vor einem Frontalzusammenstoß mit einem Radweg-Raser retten. Die Entschuldigung des Autofahrers lautete: "er sei Anlieger und dürfe das ...".

Frustierte Autofahrer - Freie Radfahrer

Autofahrer reagieren ihren Stau-Frust an Radlern ab, in dem sie diese Ausbremsen und Abdrängen. Sie werden dazu sogar von einer Lobby mit dem Slogan "Freie Fahrt für freie Bürger" aufgehetzt. Es fragt sich nur, wer hier wirklich frei ist?

Ich fühle mich frei, denn ich bin nicht auf das Auto angewiesen. Ich kann frei wählen ob ich mit dem Auto oder mit dem Rad fahren möchte.

Dabei bin ich ganz nebenbei täglich einige Stunden sportlich aktiv und bin somit frei vom Zwang, weder ein Fitness-Studio besuchen, noch bei "Nacht und Nebel" durch die Gegend joggen zu müssen. Als Radfahrer komme ich bereits mit freiem Kopf und gesundem Appetit am Ziel an. (Hier ein paar [Fakten zum Radfahren].)

Viele Autofahrer sehen Radfahrer nur als Hindernisse. In Wirklichkeit haben sie ein geistiges Hindernis im Kopf. Sie haben noch nicht verstanden, dass man freier ist, wenn man das Auto in der Garage stehen lassen darf. Gesundheits- und Umwelt- bewusste Radler sollten nicht mit den "Freizeitsportlern" verwechselt werden, die am Wochenende ihr Rad auf dem Autodach spazieren fahren, oder mit den von einem Doping-Skandal zum nächsten fahrenden Berufsradfahrern!

Hupen als Ersatz für fehlendes Hirn?

Die hirnlose Huperei einiger Zeitgenossen geht einem als Radfahrer auf die Dauer ganz schön auf die Nerven. Ohne Ohrenstöpsel kann das Radfahren als stark Gesundheits-schädigend bewertet werden. Den absoluten Rekord hat mir gegenüber der Fahrer eines Rettungswagens aufgestellt als er genau neben mir das Martinshorn einschaltete. Ich war vor Schreck einem Herzinfarkt nahe und habe eine halbe Stunde lang fast nichts hören können. Eigentlich ein Fall von Körperverletzung! Gegen diese Hup-Wahnsinnigen hilft wohl nur ein MP3-Player mit dichten Ohrstöppseln und entspannender Musik! Ein schlechter Witz ist dann auch, dass der Irrglaube verbreitet wird, dass für Radfahrer die Verwendung von MP3-Playern verboten sei. Wenn dies zutreffen würde, dann müssten Motorräder verboten werden, weil deren Fahrer wegen des geschlossenen Helms und Motorenlärms noch weniger hören.


Zu der Situation im Bild rechts (aufgenommen mit einer Helmkamera) kann man nur feststellen: Gut, dass solche Typen nur auf dem Beifahrersitz sitzen dürfen. Was er zuvor aus dem Fenster gebrüllt hat, das muss in die Kategorie 'Wenn der Mensch spinnt, dann gibt er ein Zeichen' eingeordnet werden.

Das Hupen ist die eine Sache. Viel gefährlicher sind Autofahrer, denen NICHT BEWUSST ist, dass es auch Radfahrer auf den Straßen gibt. Diesen Autofahrern kann auf Dauer nur 'geholfen' werden, indem man sich als Radfahrer nicht vor ihnen versteckt, sondern ständig ins Bewußtsein bringt.

;-)

Trotzdem bedanke ich mich an dieser Stelle bei allen hupenden Autofahrern, denn sie haben mir jeweils die Angst genommen, dass ich von ihnen als Radfahrer übersehen werden könnte. DANKE!!!

Rad-Rambos

Aber auch Rad-Rambos schalten auf dem Bike das Hirn ab. Sie gefährden dabei nicht selten Kinder. Es ist ein geistiges Armutszeugnis wenn nur die eigene Leistung zählt und nicht die gegenseitige Rücksichtnahme.

Der chaotische Schilderwald

In §39 und §45 der Straßenverkehrsordnung ist eigentlich geregelt, dass nur unbedingt notwendige Verkehrszeichen aufzustellen sind. Aber unsere Bürokraten glauben an "Viel hilft Viel" und schaffen mit dem chaotischem Schilderwald keine wirkliche Verbesserung der Sicherheit.

Den Sinn vieler Schilder versteht die Mehrzahl der Verkehrsteilnehmer eh nicht. Warum sollten sie das auch? Die Schilder dienen ganz offensichtlich nicht dazu um Bürger vor Schäden zu schützen, sondern nur dazu, um Bürokraten im Falle eines Falles vor Schadensersatzansprüchen zu schützen. Mehr dazu auf der Seite [Fragen & Antworten].

Hin und wieder tut ein Politiker vor den Wahlen(!) seine Ideen zur Abschaffung des Schilderwalds kund. Doch nach den Wahlen interessiert sie nur die nächste Diätenerhöhung.

Rad-'kranke' Baustellen

Das Bild rechts demonstriert beispielhaft das "kranke" Verhältnis gegenüber Radfahrern. Die Baustelle mag ja notwendig sein. Nicht erklärbar ist, weswegen ausgerechnet der Radweg vernichtet wurde. Ein echter Skandal ist jedoch, dass sich Radfahrer und Fußgänger an dieser Stelle einfach in Luft auflösen sollen. Besonders Kinder, die diesen Radweg als Schulweg benutzen, sind extrem gefährdet. Sie müssen die verkehrsreiche Straße zweimal ohne Sicherung überqueren. Die gesamte Szene wird vom Schwachsinn der links im Bild sichtbaren Verkehrsinsel getoppt. Sie verhindert, dass Autofahrer im Notfall ausweichen können.

Bevor ich es vergesse zu erwähnen, der Radweg wurde an dieser Stelle nicht nur einmal aufgerissen. Wenige Wochen nach dem er endlich wieder repariert war, kam zur Abwechslung die Telekom und hat ihn genau an dieser Stelle für ein neues Kabel erneut auf-gebuddelt. Noch irgend welche Fragen zum behördlichen Schwachsinn?

Freizeitsportler und andere Verkehrshindernisse

Dann gab es noch den "47. Deutschen Verkehrsgerichtstag 2009". Er hatte sich in einem Arbeitskreis mit dem Thema "Radfahrer im rechtsfreien Raum?" beschäftigt. Das Thema suggeriert schon die bedenkliche Denkweise. Anstelle den umweltfreundlichen Radverkehr zu fördern, werden Radfahrer in die kriminelle Ecke gedrängt. Radfahrer werden nur als Freizeitsportler und Verkehrshindernisse eingestuft ...


Stichwort "Freizeitsportler"

Häufig wird versucht Radfahrer mit dem Argument von den Straßen zu verdrängen, sie seien "nur Verkehrshindernisse, die den Verkehr behindern". Wer so denkt, dem sind wohl noch nicht die vielen Sportwagen, Camper oder Motorräder aufgefallen. Diese "Freizeitsportler" verstopfen die Straßen wohl noch schlimmer. Warum gibt es ausgerechnet an Wochenenden Mega-Staus? Diese "Freizeitsportler" belasten dabei auch noch die Umwelt! Man stelle sich vor, jeder Radfahrer würde anstelle mit den Fahrrad mit einem "Sportwagen" oder Motorrad durch die Gegend dröhnen - die Folge: noch mehr Staus, noch mehr Lärm und Abgase! So gesehen kann man jeden (Renn-) Radfahrer dafür dankbar sein, dass er im doppelten Sinn zur Verkehrsberuhigung beiträgt!

Zum Bild: Der gelbe "Freizeitsportler" machte so viel Lärm, dass er Kilometer-weit zu hören war und hunderten von Mitbürgern auf die Nerven ging. Ich hatte ihn schon von weiten gehöhrt, so dass ich mich in Sicherheit bringen konnte und die Kamera Schussbereit machen konnte. Viel Lärm um Nichts - er ist nur früher im nächsten Stau und als Radfahrer überhole ich ihn dann wieder ...

Wem gehört die Straße?

Am 16. und 22. Febr. 2011 berichtete die Süddeutsche Zeitung jeweils ganzseitig über das Urteil des Bundesverwaltungsgericht. Im ersten Teil ging es um die Frage "Wem gehört die Straße?" Im zweiten Teil wurden Leserbriefe zum Thema "Kleinkrieg auf der Straße" veröffentlicht. Der Autor dieser Seiten hat sich an der Diskussion beteiligt. Rechts ein Abdruck des Leserbriefs. Nachfolgend weitere Textauszüge:

Leserbrief

" ... Generell bin ich der Meinung, dass Radfahrer die gleichen Rechte im Straßenverkehr haben müssen wie die Autofahrer. Egal ob das Rad auf dem täglichen Weg ins Büro oder am Wochenende als Sportgerät benutzt wird. Besonders am Wochenende sind 99% aller Autofahrer aus Freizeitgründen unterwegs. Warum sollen diese "Umweltschädiger" mehr Rechte als die "Umweltschoner" haben?
Die Frage, ob Radler auf die Straße gehören kann man wohl kaum mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten. Es kommt wohl immer auf den jeweils zur Verfügung stehenden Radweg an. Was viele Gemeinden den Radfahrern zumuten, das ist eine Frechheit. ...
Linksseitige Radwege gehören im Bereich geschlossener Ortschaften verboten! Es sind die reinsten Todesfallen für Radfahrer, da hier fast kein Autofahrer mit Radfahrern rechnet. Als Radfahrer kann man an diesen Gefahrenstellen noch so vorsichtig sein, irgendwann passiert es dann trotzdem. ...
Ein weiteres offensichtlich kaum beachtetes Risiko für Radfahrer auf linksseitigen Radwegen ist das asymmetrische Abblendlicht der Kraftfahrzeuge. Dies führt dazu, dass Radfahrer ständig in blendende Autoscheinwerfer blicken. Wegen des Risikos, dabei etwas zu übersehen, müsste ein Radfahrer sein Rad schieben, was einem Radfahrverbot gleichkommt. ...
Des Weiteren gehören gemischte Rad- und Fußwege verboten. Sie mögen ja für Kleinkinder oder ältere Leute sinnvoll sein. Auf einem gemischten Rad- und Fußweg muss ich als Radfahrer immer auf Fußgänger Rücksicht nehmen. Das bedeutet, dass ich ggf. nicht schneller als Schrittgeschwindigkeit fahren darf. Das Fazit ist, dass ich als umweltschonender Radfahrer mit dem Zwang des Langsamfahrens bestraft werde. Dagegen dürfte ich mit einer stinkenden Mofa ständig mit Vollgas auf der Straße fahren.
"

Die Straße gehört den Radfahrern!

Wenn den Radfahrern das Recht auf die Benutzung der Straßen nicht freiwillig gegeben wird, dann müssen sie sich die Straßen mit friedlichen Mitteln zurück erobern! Eine wirkungsvolle Methode stellt der Protest in Form einer "Critical Mass" dar. Hierbei vereinigen sich spontan und unorganisiert viele Radfahrer zu einer gemeinsamen Fahrt durch Innenstädte. Dazu müssen mindestens 15 Radfahrer zusammen kommen, so dass sie gemäß §27 der Straßenverkehrsordnung eine zusammengehörige Gruppe bilden. Für diesen "geschlossenen Verband" gelten einheitliche Regeln. Das bedeutet, der Verband darf nicht vom übrigen Verkehr unterbrochen werden. Ein Beispiel: wenn die ersten Radfahrer des Verbands eine Ampel bei Grün passieren, dann dürfen alle weiteren hundert Radfahrer auch noch weiterfahren wenn die Ampel bereits schon wieder Rot zeigt. Der Querverkehr darf den Verband nicht unterbrechen.

Eine 'Critical Mass' ist somit ein legales und effektives Mittel um Autos zum Stillstand und Autofahrer zum Nachdenken zu zwingen.

Weiterführende Links: [Critical Mass], [Wikipedia Critical Mass (Protestform)]

Mobbingstreifen

Die Deutsche Verfassung garantiert unveräußerliche Menschenrechte - dazu gehört auch die Bewegungsfreiheit. Die Realität sieht jedoch anders aus. Auf Straßen dürfen sich nur "priviligierte Menschen" frei bewegen, also die, welche sich mit (Umwelt- und Lebenszerstörenden) Kraftfahrzeugen vorwärts bewegen. Und Menschen, die sich (Umwelt- und Gesundheitsbewusst) mit Muskelkraft vorwärts bewegen werden aus wirtschaftlichen Gründen diskriminiert. Rad Fahrende werden auf "Mobbingstreifen" verbannt.

Der Zeitungsschreiber und der Rad fahrende Saurier

In einer bekannten Münchner Zeitung war im April 2006 von der Spezies der radfahrenden Saurier zu lesen. Dem Schreiber und seinem Dackel war offensichtlich während des Sonntags-Spaziergangs an der Isar etwas ganz schreckliches widerfahren. Ich möchte dies meinen Lesern nicht vorenthalten:

<ZITAT AN>

Da liegt plötzlich etwas in der Luft, ein seltsames, bösartiges Surren ... etwas rast heran wie ein Raptor, der sich blitzschnell auf seine Beute stürzt ... Wäre freilich die Schuppenhaut des Raubdinosauriers so schweinsrosa und giftgelb gewesen wie das bunte Trikot des übergewichtigen Wesens, das mit 40 km/h heranprescht ... Das Wesen, es handelt sich um einen Radfahrer, resp. Biker, hat nämlich bremsen müssen. Und für den Münchner Biker gibt es nichts Schlimmeres. Am Samstag aber zwängen sich grelle, wursthautartige Kleidung über ihre Körper, der dadurch hervorgerufenen ästhetischen Probleme nicht achtend. Dann jagen sie auf ihren Rennmaschinen los - und die Welt wird zum Feind ... Doch da liegt plötzlich ein Surren in der Luft. Ein Biker, lilafarben wie eine verfaulte Tomate, bricht durchs Gehölz: 'Aus dem Weg!'

<ZITAT AUS>

Trikot

Mir ist nicht ganz klar geworden, welche Spezies von Biker den Zeitungsschreiber so in Angst und Schrecken versetzt hat. Das "bösartige Surren" und "durchs Gehölz" deutet auf einen Mountainbiker hin. Die "40 km/h" und "grelle wursthautartige Kleidung" sprechen dagegen eher für einen Schmalspurradler. Oder war es gar eine Mutation!? In seinem Bericht schreibt der Autor auch etwas von einer Maß. War da etwa ein Maibock drin? Es ist ja bekannt, dass man nach ein paar Maß die geheimnisvollen Wolpertinger sehen kann.

Besonders gefährlich scheint die Mutation aber nicht zu sein, denn sie warnt ihre Opfer vor dem Angriff mit grellen Farben und lauten Schreien. Aber die wirklich fiesen Biker haben keine Glocke und kriegen das Maul nur zum Fressen auf. Ich hoffe, unser Autor und sein Dackel werden immer eine Idee schneller sein und es überleben. Man kann deshalb nur Tag für Tag gespannt die Zeitung aufschlagen und auf ein neues Lebenszeichen von ihm hoffen.

Es bleibt nur noch die Frage, welche Probleme der Zeitungsschreiber in Anbetracht des Trikot der rechts gezeigten Radlerin gehabt hätte?

Dies ist kein Witz!

Radweg Kürzlich am Starnberger See: Der gemäß StVO §41 gekennzeichnete Radweg ist wieder einmal von rücksichtslosen Autofahrern zu geparkt - so wie im Bild (gleicher Ort, anderes Datum, das Helmkamera Video zeigt, dass der Radweg auf einer Länge von etwa 200 m mit 4 widerrechtlich geparkten Autos und mit Werbetafeln blockiert war). Der kommunalen Verkehrsüberwachung geht das wie immer einen Dreck an! (Die bauen lieber zu unsinnigen Tageszeiten an unsinnigen Stellen Radarfallen auf. Merke: als gewinnorientierte Körperschaft sind die nicht für die Verkehrssicherheit zuständig!)

Also dürfen Radler auf die Straße ausweichen. Rechtssprechung: Wenn die Benutzung des Radweges unzumutbar erschwert ist, besteht keine Benutzungspflicht ...

Plötzlich neben mir ein Hupkonzert. Ein Stern-Fahrer überholt mich mit kriminell geringem Seitenabstand, fährt die rechte Seitenscheibe seines Stadt-Dschungel-Panzers hinunter und brüllt heraus, ich solle doch gefälligst den Radweg benutzen!

Seit diesem Erlebnis quälen mich die Fragen: Wie können Blinde Auto fahren? Ersetzen PS den Verstand? Werden Radfahrer in Sachen Verkehrssicherheit verarscht? Ich habe bis Heute keine echte Antwort gefunden ...

Die ausgerastete Autofahrerin

Wer viel mit dem Rad unterwegs ist, der erlebt fast täglich ausrastende Autofahrer - man glaubt es nur schwer, aber einige Damen machen den PS-Rambos mächtig Konkurrenz, was der folgende Fall unterstreicht:

April 2010: In einer Baustelle mit einspuriger Verkehrsführung, muss ich mit meinem Liegerad über eine mehrere hundert Meter lange Strecke im Slalom um tiefe Schlaglöcher und Pfützen herum fahren. Plötzlich hinter mit ein Hupkonzert. Im Rückspiegel sehe ich einen Monster-Audi, mehr über, als hinter mir. Wieder Huperei, so dass mir die Ohren klingeln und es mir zu blöd wird. Ich halte einfach an, steige ab und gehe auf sie zu. Vor Schreck würgt sie den Motor ab und beschimpft mich. Ich denke mir nur: "riesiges Auto, leider nur ein kleiner Verstand" und fahre langsam weiter.

Schade, an diesem Tag hatte ich meine Helmkamera nicht dabei, es wäre ein lustiger Clip für YouTube geworden ...

Die rammelnde Autofahrerin

Als Radfahrer habe ich offensichtlich kein Glück mit den Frauen, besonders wenn sie mit dem Auto unterwegs sind. Ich will hier keinesfalls die blöden Sprüche wie 'Blondinen können nicht Auto fahren' verbreiten, aber das folgende Erlebnis gibt schon zu bedenken.

Juli 2012: Ich war mit dem Liegerad auf meiner täglichen Heimfahrtstrecke unterwegs. Zwecks Abkürzung fahre ich oft auf einem schmalen Feldweg, der normalerweise nur von Traktoren befahren wird. Plötzlich bekomme ich einen gewaltigen Anschubser. Ich schaue in den Rückspiegel und sehe den Kühler eines Sportwagens mit Stern hinter mir. Ich halte an um zu Fragen, ob ich dies als ein Mordversuch verstehen soll? Aus dem Sportwagen springt eine etwa 30-jährige und kreischt mich an, warum ich sie nicht vorbei lasse? Ich frage zurück, ob ihr bewußt sei, dass sie mich fast umgebracht hätte? Jetzt schaltete sie auf die Mitleidstour um: 'Sie habe es eilig, weil ihre Mutter krank sei.' Wenn mir der Schreck nicht so tief in den Knochen gesessen hätte, dann hätte ich wohl einen Lachanfall bekommen.

Frage: Warum hoppelt eine Frau mit einem 200 PS starken Sportwagen über Feldwege? Ganz einfach, sie war unfähig das Navi zu bedienen. Sie hatte sich deswegen hoffnungslos verfahren. Weil sie dabei ständig auf das Navi schauen musste, konnte es schon einmal vorkommen, dass sie einen Radfahrer übersieht. Zu meinem Glück war der Feldweg so schlecht, dass sie nicht besonders schnell fahren konnte. Andernfalls ...

Ich habe es ja überlebt ...

Der absolute Tophit ist das folgende Erlebnis:
Oktober 2010, Morgens, kurz vor Sonnenaufgang. Ich fahre mit meinem Mountainbike mit ca. 30 bis 40 km/h eine Gefällestrecke hinunter (mit 2 Rücklichtern und vielen Reflektoren - ich war also unübersehbar). Wegen des Gegenverkehrs müssen hinter mir Fahrzeuge abbremsen. Das erste Fahrzeug überholt mich anschließend mit akzeptablen Seitenabstand. Doch was ist das? Mit Entsetzen stelle ich einen weißem Kotflügel mit handbreitem Abstand von meinem linken Pedal fest. Ich weiche erschrocken nach rechts aus, gefährlich nahe an die Asphaltkante. Der weiße Kotflügel ist sofort wieder viel zu dicht neben mir. Ich denke, der will mich umbringen! Ich bremse lieber. Das weiße Fahrzeug bremst auch und fährt jetzt äußerst rechts vor mir, um mich mit der Scheibenwaschanlage ausgiebig zu duschen! Das dauert "schön" lange, so das ich mich vom Schrecken erholen kann und mir den Typ und das Kennzeichen des Fahrzeugs merken kann. Der Polizeibeamte, der meine Anzeige aufgenommen hat meinte, dass das Verfahren sicherlich von der Staatsanwaltschaft eingestellt würde ... ich hätte ja keinen wirklichen Schaden erlitten. So war es dann auch ...

FRAGE: Muss man als Radfahrer erst im Krankenhaus liegen oder gar schlimmer???

Wie führt man als Radfahrer einen Autofahrer seiner gerechten Strafe zu?

Es gibt Autofahrer die Radfahrer als Freiwild ansehen und deshalb glauben sich alles erlauben zu können. Nachfolgend die Geschichte von Manuel, der es leid war und es sich nicht mehr länger gefallen lassen wollte:

genau

"Ich war mit meinem Rad im Feierabendverkehr unterwegs und hatte dabei eine lange Schlange von stauenden Autos rechts und links überholt. Dabei rastete einer der Autofahrer aus und wollte mich von der Straße abdrängen. Ich habe dabei mit der flachen Hand kräftig auf das Dach des Autos gehauen (gibt 'nen riesen Schlag, aber keine Schäden). Darauf hin ist der Autofahrer aus dem Auto heraus. Nach kurzer hitziger Diskussion hat jemand anders die Polizei gerufen. Als der Autofahrer dann vor dem Eintreffen der Polizei flüchten wollte habe ich ihn kurz informiert, dass er sich aussuchen kann wie er auf die Polizei warten will: auf dem Boden liegend mit meinem Knie im Genick, oder ganz normal (ich betreibe seit über 25 Jahren Kampfsport, so dass es völlig legal gewesen wäre). So konnte ich den Mann bis zum Eintreffen der Polizei festhalten, obwohl er völlig außer sich war. Nach Ankunft der Polizei hat er sich immer mehr rein geritten. Ich habe noch vor Ort eine Anzeige wegen versuchten Totschlages gemacht. Die Sache ging vor Gericht. Die Anklage wurde zwar auf versuchte gefährliche Körperverletzung heruntergesetzt, was aber auch 6 Monate ohne Führerschein für den Mann bedeuteten. Die Gerichtskosten gingen natürlich auch zu seinen Lasten. Ich brauchte nicht einmal Anwalt. Weder den Polizisten, noch vor Gericht hatte es interessiert, dass ich das betreffende Auto vorher rechts oder links überholt habe."

Danke an Manuel

Sicher auf Radwegen fahren - aber als Autofahrer!

Radweg

Juni 2012: Mitten auf dem Heimweg mit dem Rad erwischt mich ein schweres Unwetter. Weit und breit keine Gelegenheit um mich unterzustellen. Der Regen ist so heftig, dass die Regenjacke nach kurzer Zeit innen genau so feucht ist wie außen. Jetzt nur nicht kalt werden! Also zügig weiter fahren. Doch was ist das? Da fährt ein Autofahrer mit einem Kleinwagen aus dem Land der Schlitzaugen in Schritttempo auf dem Radweg und behindert meine Weiterfahrt. Ich musste deswegen auf die Fahrbahn ausweichen und hoffen, dass mich kein Autofahrer übersieht. Offensichtlich war dem Kleinwagenfahrer das Fahren auf der Fahrbahn auch zu gefährlich! Hatte er Angst wegen seines Kleinwagens übersehen zu werden oder gar davon gespült zu werden?

<IRONIE AN>

Als Radfahrer kann man sich auf Radwegen wirklich sicher fühlen ...

<IRONIE AUS>

Die Erkenntnis warum auf bestimmten Autos "KLEIN" steht

Okt. 2014: Es wird immer wieder bestätigt, dass man bei bestimmten Autotypen sofort weiß, welcher Typ von Mensch hinter dem Steuer sitzt. Früher waren die Autos mit dem Stern dafür bekannt, dass sie bei "Fahrern mit Hut" beliebt waren. Heute fallen die Autos mit der Aufschrift "MINI" auffällig oft durch einen - vorsichtig ausgedrückt - nicht besonders vorbildlichen Fahrstil auf. Eine besonders krasse Situation (üb)erlebte ich, als mich ein Minifahrender während eines von mir wirklich rechtzeitig und unübersehbar angekündigten Linksabbiegens noch auf dem linken Seitenstreifen überholte.

Ein Minihirn am Steuer oder was?

Auf jeden Fall habe ich meinem Schutzengel zu danken!

Radfahrer abzocken

Nachdem die Bußgelder bereits kräftig erhöht wurden und - wenn es nach dem Verkehrsminister geht - noch weiter erhöht werden sollen, dann bleiben auch die Radfahrer nicht ungeschoren:


<GLOSSE AN>

Kommt ein Mann auf die Polizeidienststelle: "Man hat mir mein Fahrrad gestohlen!"
Der Polizeibeamte: "Können Sie das Rad beschreiben? Und war es noch in Ordnung?"
Mann: "Na ja, es tat seine Dienste."
Der Polizeibeamte: "War eine Klingel dran?"
Mann: "Em, na ja, die wurde mir schon früher 'mal abmontiert ..."
Der Polizeibeamte: "Dann kostet Sie das 20 Euro!"

<GLOSSE AUS>


<GLOSSE AN>

Ein Polizist stoppt einen Radfahrer: "Verkehrskontrolle!"
Das Rad hat kein Licht, das macht 20 Euro!
Die Pedale haben keine Rückstrahler, das macht noch einmal 20 Euro!
Das Rad hat keine Seitenreflektoren, das macht weitere 20 Euro!
Das Rad hat keine Klingel, macht noch einmal 20 Euro!
Das macht zusammen 80 Euro!"
Da schmunzelt der Radfahrer den Polizisten an: "Schauen sie mal Herr Wachtmeister, der Mann da hinten, der hat überhaupt kein Rad!"

<GLOSSE AUS>


Was lernen wir daraus? Radfahrer haben nicht überall Freunde - aber sie sind nicht auf den Kopf gefallen! Auch ohne Helm ...


Rad- und Fußweg

KEINE GLOSSE:

Häufig werden Radfahrer Kilometer-weit dazu gezwungen sich mit Fußgängern einen viel zu schmalen Weg zu teilen (siehe das Schild rechts). Plötzlich hat sich so ein Weg ins Nirwana aufgelöst und der Radweg führt linksseitig weiter. Der Autoverkehr ist mörderisch, so dass der Radfahrer lieber auf der "sicheren Seite" bleibt, zumal er hundert Meter weiter rechts abbiegen möchte und sich nicht noch ein zweites mal in Gefahr begeben will. Weit und breit ist kein Fußgänger zu sehen.

An der nächsten Straßenecke schlägt die Staatsmacht mit aller Härte erbarmungslos zu und zockt den Radfahrer wegen des Fahren auf dem Gehweg ab.

Radfahrer und die Polizei - Fall 1

Ich war Morgens so gegen 7 Uhr mit dem Liegerad auf dem Weg zum Büro, als in Berg (Starnberger See) der Radweg durch etliche Autos vollständig blockiert war. Die Autos gehörten ganz offensichtlich Bauarbeitern einer nahe gelegenen Baustelle. Sie machten sich darüber lustig dass ich nicht weiterfahren konnte und boten mir an, mich mit dem Baustellenkran über die Hindernisse zu heben. Ich wollte mich gerade durch den Grünstreifen auf die Fahrbahn quälen, als eine der seltenen Polizeistreifen vorbei kam. Ich winkte wie wild und zeigte dabei auf die Radwegparker. Zunächst sah es so aus, als wenn die Polizeistreife mein Winken ignorieren und vorbeifahren wollte. Dann hielt die Streife tatsächlich an und ein Beamter stieg aus. Er wollte von mir wissen, was mein Problem sei. Ich deutete wieder auf die Radweg-Parker. Ach ja, die hätte er auch schon bemerkt ... (?!) Jetzt verging den Bauarbeitern das Lachen, denn sie mussten ihre Fahrzeuge unverzüglich wegfahren.

Die Polizeibeamten sind jedoch nicht auf die Idee gekommen von den Radweg-Parkern eine Verwarnung zu kassieren. Aber wehe ein Autofahrer überzieht die Zeit an einer Parkuhr. Was lernt man daraus? Eine tote Parkuhr ist wichtiger wie die Sicherheit von Radfahrern!

Radfahrer und die Polizei - Fall 2

Das folgende Erlebnis zeigt, dass es Polizisten auch nicht leicht haben und man sich schon gar nicht über sie lustig machen sollte:

Kontrolle

Ich war Morgens so gegen 7 Uhr mit dem Liegerad auf dem Weg zum Büro, als ich im Rückspiegel beobachtete, wie eine Polizeistreife - die mir gerade noch entgegen kann - abrupt wendete und dann hinter mir herzockelte. Merkwürdig! So eilig konnte ihr Einsatz wohl doch nicht sein. Ich biege - wie jeden Morgen - an der nächsten Kreuzung rechts ab, die Grünen folgen. Ich biege - wie jeden Morgen - an der nächsten Einmündung links ab, die Grünen folgen wieder. Ich denke mir, die haben wohl noch nie ein Liegerad gesehen? Da ertönt hinter mir ein Megaphon: "Bitte anhalten". Jetzt denke ich mir, hallo aufwachen - du bist in einem schlechten Traum! Doch dann wieder hinter mir: "Halten sie an!". Ok denke ich und fahre in die nächste Parklücke. Die Grünen überholen mich und sperren mir jetzt - wie in einem billigen Krimi - den "Fluchtweg" ab (siehe das HandyCam Foto) und ein Beamter springt heraus. Die Waffe hatte er glücklicherweise nicht im Anschlag. Ich frage, was ist passiert? "Den Ausweis bitte und halten sie schon einmal 15 € bereit!" äähh? Warum? "Sie sind ohne Handzeichen abgebogen". Ich krame meinen Ausweis heraus. Er verzieht sich damit in den warmen Streifenwagen (es war um die Null Grad). Der Motor läuft dabei die ganze Zeit! Wofür schone ich als Radfahrer die Umwelt, wenn die "Staatsmacht" nicht einmal mit gutem Beispiel voran geht? Nach etwa 5 Minuten kommt er wieder heraus und versucht mich zu belehren: "... wenn ich mit so einem Gefährt unterwegs bin, dann solle ich doch bitte zu meiner eigenen Sicherheit die Verkehrsvorschriften beachten ..." Ich kann mir nicht die Frage verkneifen, ob er schon einmal selbst mit dem Fahrrad unterwegs war? Handzeichen geben und gleichzeitig bremsen? Na ja, bevor die Angelegenheit peinlich wurde, durfte ich weiterfahren. Danke für die Belehrung!

Das zeigt, dass auch Polizisten das chaotische Verkehrsrecht nicht immer sofort durchblicken. Gemäß Straßenverkehrsordnung hat ein Verkehrsteilnehmer vor dem Abbiegen seine Ansicht durch das Einschalten des Blinkers anzuzeigen. Fahrräder (und damit auch ein Trike) dürfen aber nicht mit Blinklichtern ausgerüstet werden. Die Rechtssprechung hat schon mehrfach geurteilt, dass Fahrradfahrern nicht zugemutet werden kann, die Hände vom Lenker zu nehmen - alles klar?! (mehr)

Unglaublich aber wahr: An der nächsten Straßeneinmündung werde ich beinahe von einer Autofahrerin gerammt, die mir die Vorfahrt nimmt, weil sie mit einem Sehschlitz in den zugefrorenen Scheiben unterwegs ist. Aber das hat keine Polizeistreife gesehen. Und welche Handzeichen hätte ich geben sollen um nicht rücksichtslos platt gefahren zu werden? Ich habe es vorgezogen, lieber mit beiden Händen die Bremsen zu betätigen!

Das Blitzer-Spiel für frustrierte Radfahrer

Blitzer

Als Radfahrer darf man den behördlich angeordneten Wahnsinn auf den Straßen wirklich nicht erst nehmen. Was liegt näher als dies für eine kleine Spielerei auszunutzen?

Vorwort: Es wird ausdrücklich auf die möglichen Nebenwirkungen des Spiels hingewiesen. Es sollte nur im Beisein unabhängiger Sportzeugen gespielt werden, da nicht auszuschließen ist, dass der Hüter des Blitzes zu Gewalttätigkeiten neigt. Meistens haben die aber auch Spaß am Spiel, denn es ist wohl ein blöder Job, wenn man den ganzen Tag lang im Hinterhalt auf Opfer lauern muss. Das Spiel ist nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren geeignet. Das Tragen eines Helms und einer Sonnenbrille ist zwingend notwendig. Noch etwas, wer den Blitzer per Handy an den nächst besten Radiosender meldet, der ist ein Spielverderber.

Spielanleitung: Die idealen Voraussetzungen für dieses Spiel sind gegeben, wenn die Kommunale Verkehrs(un-)sicherheit wieder einmal mit Auto und Messeinrichtung einen der knappen Radwege blockiert. Wegen des blockierten Radweges darf man als Radfahrer ganz legal auf die Straße ausweichen. Die Aufgabe des Spiels ist es, im Bereich der Messeinrichtung mit dem Fahrrad so oft wie möglich zu wenden. Sieger ist, wer die meisten Wendemanöver mit einem Blitzer-Foto dokumentiert hat. Tipp: Wenn es nicht auf Anhieb klappt, dann muss das Wendemanöver etwas früher oder später eingeleitet werden, bis man den optimalen Winkel gefunden hat. Blitz - Blitz - Blitz ... Sehr wichtig ist, dass man sich vor dem Wendemanöver vergewissert, dass kein Raser im Anflug ist, denn auch er hat ein Recht auf ein Foto.

Nach diesem Spiel darf man stotz darauf sein, als Radfahrer mit amtlichen Zertifikat über 50 km/h schnell gefahren zu sein. Was? Du meinst das ist nicht möglich? Doch! Die Hüter dieser Messeinrichtungen behaupten stets, dass derartige Messungen absolut fehlerfrei sind, woran auch kein Verkehrsrichter zweifelt. Wenn du dich - anders als viele Juristen - noch ein wenig an den Mathe- und Physikunterricht erinnerst, dann wird dir sofort klar, wie das Spiel funktioniert.

Viel Spaß!

PS: Das Spiel funktioniert wirklich! Ich würde hier gerne die Beweisfotos zeigen, aber der Blitzer war ein Spielverderber und hat sie nicht ausgehändigt.

Freie Wege für clevere Städte - Die App gegen Falschparker

Um sich gegen Radwegeparker und sonstige Schmeißfliegen des Straßenverkehrs zu wehren ist die folgende Methode wahrscheinlich etwas wirkungsvoller:

Dazu installiert man sich auf seinem Smartphone die WegeHeld-App und löst z. B. im Fall eines zugeparkten Radwegs gleich unterwegs einen "Wegealarm" aus. Der Vorfall wird dann unverzüglich auf der WegeHeld-Website gepostet.

In der Stufe 2 kann man (u. a.) das Verkehrshindernis fotografieren und mit weiteren Daten an das Ordnungsamt mailen.

PS: das Foto entstand am 19.7.14 etwa 15 Uhr auf dem Radweg in Kempfenhausen am Starnberger See. Aber wehe ein Radfahrer wagt es dort auf der Fahrbahn zu fahren. Er hat Glück, wenn er nur ein Hupkonzert erntet, denn dort kann das passieren, was oben unter "Ich habe es ja überlebt" beschrieben ist.

Erfahrungen mit dem Tagesfahrlicht

2006: Unsere Nachbarn, die Österreicher sind mit der Einführung des Tagesfahrlichts schon einen Schritt weiter. Die Einführung rechtfertigt man mit den gesunken Unfallzahlen.

Jetzt will man in Österreich auch das Nachtfahrlicht einführen...

Nachtrag 2008: Sie sind aufgewacht! Die Pflicht des Tagesfahrlichts wurde wieder abgeschafft. Doch jetzt droht neues Unheil von den Europa-Bürokraten, die den Schwachsinn für ganz Europa vorschreiben wollen.

Tagesfahrlicht für Egoististen

Was spricht für das Tagesfahrlicht?

Mehr Sicherheit im Straßenverkehr - ein sehr egoistisches Argument, denn es trifft leider nur für die Starken zu!

Der Finanzminister und die Oel-Konzerne dürfen sich freuen, weil der der Kraftstoffverbrauch steigt.

Was spricht dagegen?

Der gesunde Menschenverstand: Politiker, welche die Einführung des Tagesfahrlicht fordern, haben offensicht keine Ahnung von dem, was außerhalb ihrer Dienstwagen auf den Straßen wirklich los ist. Dass es unbeleuchtete Kinder, Fußgänger, Jogger und Radfahrer gibt, die dann von den Tagesfahrlicht-blinden Autofahrern gnadenlos zusammengefahren werden, scheint ihnen und ihrer Lobby wurscht zu sein!


Die Erfahrung:

"Tagesfahrlicht-blind" bedeutet, dass nur noch auf die hellen Punkte geachtet wird. Erschreckend viele Autofahrer verhalten sich schon jetzt nach dem Motto "Licht an - Hirn aus". Bei besten Sichtverhältnissen wird mit Licht gerast, anstatt die Augen aufzusperren, oder dass sie gar auf die Idee kämen die coole Sonnenbrille abzunehmen, wenn die Sicht schlechter wird. Man kann auch bei Nebel beobachten: Nebellampen an, damit man besser gesehen wird - aber fast keiner nimmt den Fuß vom Gas weil er bei Nebel schlechter sieht! Jedes Jahr gibt es Massenauffahrunfälle, und alle hatten dabei schön brav das Licht eingeschaltet ...


Frage: Wie oder woran erkennt man des Nachts einen Tagesfahrlicht-Fahrer?

Antwort: Leider meistens zu spät, denn der entgegenkommende Motorradfahrer entpuppt sich im letzten Moment als Autofahrer mit defektem Scheinwerfer. Man hat noch nie so viele Autos mit defekten Scheinwerfern gesehen wie Heute.

Das Tagesfahrlicht ist so gesehen ein 'wirklicher Sicherheitsgewinn' - oder etwa nicht? Dann, wenn das Scheinwerferlicht dringend notwendig wäre, sind die Glühbirnen schon defekt. Diese haben nun einmal physikalisch bedingt eine kurze Lebensdauer! Anstelle des Tagesfahrlichts wäre es ein größerer Sicherheitsgewinn, wenn die Funktion der Scheinwerfer (durch technische Maßnahmen) kontrolliert würde. Warum wurde vor vielen Jahren die sinnlose Höhenweitenregelung eingeführt, aber keine Warnleuchte für defekte Scheinwerfer? Es geht den Europa-Bürokraten offensichtlich nicht wirklich um die Sicherheit ...

Für den, der sich das nicht vorstellen kann, der folgende Vergleich: Scheinwerfer benötigen auf Grund des schlechten Wirkungsgrades von Lampen und Motor soviel Energie, dass es für drei bis vier Radfahrer reichen würde um auf ebener Strecker zügig vorwärts zukommen. Effektiv etwa ½ Liter auf 100 km - also ein Beitrag zur Klimaerwärmung!


Ergänzung Nov. 2008: Neuerdings wirbt ein Hersteller von Scheinwerferbirnen mit 14 Liter Kraftstoffersparnis über die Lebensdauer seiner "Energiesparlampen". Dabei verbrauchen die Lampen laut seiner Angabe "nur" 20% weniger Energie. Das kann man leicht hochrechnen: Bei einem Mittelklassefahrzeug kostet das Tagfahrlicht auf 100.000 km etwa 2 Tankfüllungen Kraftstoff. Jetzt stelle man sich die CO2 Menge vor! Nicht nur von einem, sondern von hundert tausenden!

Fazit: Ein klares Ja für mehr Sicherheit im Straßenverkehr - aber nicht auf Kosten der Schwachen und des Umweltschutzes! Eine gesetzliche Einführung des Tagesfahrlichts macht nur Sinn, wenn die technischen Voraussetzung dazu gegeben sind. Solange aber die Mehrzahl aller Fahrzeuge mit normalen Scheinwerfern ausgerüstet sind, überwiegen die Nachteile. Auch wird man die Oma nicht dazu bringen, sich während ihres Spaziergangs ein Blinklicht umzuhängen, damit sie von den "Tagesfahrlicht-blinden" Autofahrern nicht überrollt wird. Wer sich mit Tagfahrlicht sicherer fühlt, der sollte einmal den Augenarzt besuchen. Dann wird er wirklich etwas für die Sicherheit tun.


Und wenn DU dich jetzt über diese Meinung des Autors aufregst, dann Frage dich bitte einmal selbst, ob du als Autofahrer stets daran denkst, dass auch unbeleuchtete Verkehrsteilnehmer unterwegs sein könnten?


PS: Mein Elektroauto hat auch Tagfahrlicht, jedoch mit umweltschonenden LEDs!

Radfahrer und Tiere

Straßenverkehrsordnung § 28 "Tiere": (1) Haus- und Stalltiere, die den Verkehr gefährden können, sind von der Straße fernzuhalten. Sie sind dort nur zugelassen, wenn sie von geeigneten Personen begleitet sind, die ausreichend auf sie einwirken können.

Hier geht es um ein Thema, bei dem sich der Spass wirklich aufhört. Viele Hundehalter disqualifizieren sich nicht nur als "ungeeignete Person" im Sinne der Straßenverkehrsordnung, sondern auch als rücksichtslos. Nicht nur Radfahrer, sondern auch In-Line Skater und andere Menschen werden zu oft durch diese rücksichtslosen Hundehalter gefährdet.

Hundeleine

Es ist schade, dass Hunde überhaupt ein Problem sind. Von Natur aus sind es ja gegenüber dem Menschen friedliche Viecher, aber durch den Einfluss unfähiger Halter werden sie eine Gefahr für die Mitmenschen. Nicht nur die abartigen Kampfhunde sind gefährlich. Auch ein Schoßhündchen kann - ohne, oder mit zu langen Leinen - einen unschuldigen Radfahrer zum Stürzen und ihn so für den Rest seines Lebens in den Rollstuhl bringen. Beispiele gibt es genug ...

Zum Bild: eine typische Situation - der Radweg ist mit einer Hundeleine versperrt und Frauchen merkt es nicht, dass sie ihre Mitmenschen nicht nur behindert, sondern eventuell sogar gefährden könnte (in der Dämmerung ist ein Hund oft nicht so gut erkennbar wie hier). Ich musste anhalten weil der Weg eine gefühlte Ewigkeit lang versperrt war, dabei habe ich dieses Foto aufgenommen. Ich habe sie anschließend gefragt, ob ich vorbei fahren dürfe. Sie entschuldigte sich dann bei mir. Okay, gegenseitige Rücksichtsnahme war von mir gefordert - aber warum gilt das nur für Radfahrer?

Dann gibt es noch die 'etwas' größeren Tiere. Diese Tiere können einem wirklich leid tun, denn sie stehen die meiste Zeit ihres Lebens in engen Boxen und werden gezwungen auf Straßen laufen, was ihrer Natur völlig widerspricht. Bei ihnen sitzt das A... leider oft auf dem Rücken. Mehr dazu am Ende der Seite Fragen & Antworten.

Radfahrer und wildernde Hunde

Wild

Mein Schlüsselerlebnis

Vor einigen Jahren fuhr ich auf einem Forstweg, als ich plötzlich so eine Leinen-lose Kreatur mit eindeutiger Absicht auf mich zu rennen sehe. Erst bin ich kräftig in die Pedale, doch an der kommenden Steigung hätte ich wohl keine Chance mehr gehabt. Das relativ große Biest lief schon neben mir und versuchte mein Bein zu schnappen.

Was tun? Not macht bekanntlich erfinderisch: kleineren Gang rein, abrupte Vollbremsung, der Hund rennt kurz weiter und schaut sich verdutzt um. Jetzt mein Angriff: mit voller Kraft in die Pedale und mit dem Vorderrad auf den Hals des Hundes gezielt. Die Stollen des Vorderreifens krallen sich in das Fell, das Biest geht zu Boden und ich rolle drüber.

Nach etwa 100 Metern schaue ich vorsichtig zurück und kann aufatmen. Der Köter gefährdet wohl keinen Radfahrer mehr! Glück gehabt! Meine Fahrtechnik hat mich vor einem Sturz und Bisswunden gerettet.

Mitleid mit dem Hund? Ja und nein. Schon rein rechtlich hätte er gemäß "Feld- & Forstordnungsgesetz" nicht frei laufen dürfen. Er hat nicht nur einen Radfahrer angefallen, sondern ganz offensichtlich auch gewildert.

Das Bild rechts muss wohl nicht kommentiert werden - es ist grausam genug!

 Wie kann man sich als Radfahrer einen agressiven Hund vom Hals halten?
Dazu der folgende doppelt nützliche Tipp:
Jedes Fahrrad besitzt Baudenzüge, die meist in den ungünstigsten Situation ihren Geist aufgeben. Was liegt näher, als ständig einen Ersatz-Baudenzug dabei zu haben. Diesen schiebt man entweder durch ein vorhandenes Loch bis auf weinige Zentimeter in den Rahmen oder man befestigt ihn mit Kabelbindern am Rahmen. In beiden Fällen so, dass man den Baudenzug in Notfällen - das heißt ein Hund wird lästig - mit einem Handgriff heraus ziehen kann. Man wickelt ihn dann mindestens ein, zweimal um die Hand so dass die restliche Länge eine optimale Peitsche bildet. Der davon getroffene Hund hat seinen Meister gefunden und wird in Zukunft Respekt vor Radfahrern haben ...

Radfahrer und rücksichtslose Hundehalter

Als Radfahrer kann einem die folgende Beobachtung eher egal sein, aber sie gibt doch sehr zu denken was die "Tierliebe" einiger Hundehalter anbetrifft. Tatort: Forststraße, sie war eigentlich für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt, trotzdem kommt mir ein Auto entgegen, kurz dahinter rennt in den Autoabgasen und aufgewirbelten Staub ein Hund! Der arme Hund! Herrchen ist zu faul zum Gassi gehen...

Ein weiteres wahres Beispiel: Auf einem Rad-/Fußweg, kommt mir ein Köter mit einem mindestens einen Meter langem Holzknüppel in der Schnauze entgegen, kurz dahinter "Frauchen und Herrchen". Alle drei machen keine Anstalten mir wenigstens ein kleines Stück der Wegbreite freizugeben. Ich stelle die vorsichtige Frage, ob das sein muss? Als Antwort ernte ich übelste Schimpfwörter. Was lernt man daraus? Hunde haben von Natur aus kein Verstand und einige Hundehalter offensichtlich noch weniger. Aber im Ernst, warum haben die Hundehalter in diesem Fall so aggressiv reagiert? Ist die ganze Welt ihr Feind?

Dabei erinnere ich mich noch an einen weiteren Fall rücksichtsloser Hundehalter: Unsere Tochter war 3 Jahre alt und übte gerade das Radfahren als Passanten mit einem nicht angeleinten großen Hund daher kamen. Der Hund sprang das arme Kind ohne ersichtlichen Grund an und schleuderte es im hohen Bogen vom Kinderfahrrad. Die Folge war ein jahrelanges Trauma gegen jeden Hund. Eine Entschuldigung hörten wir damals nicht, nur den Vorwurf, dass wir uns nicht so anstellen sollen, der Hund wollte doch nur spielen. Wie viele Kinder wurden schon "im Spiel" tot gebissen?

Dazu ein Beispiel aus der Rechtssprechung: "Läuft ein Hund auf dem Radweg plötzlich vor das Fahrrad einer Frau und stürzt sie so schwer, dass sie sich mehrere Verletzungen zuzieht, so muss der Halter des Tieres wegen der 'Unberechenbarkeit des tierischen Verhaltens' Schadensersatz und Schmerzensgeld leisten" (Amtsgericht München, 274 C 16925/00).

Dass der Autor dieser Seiten nicht der einzige Radfahrer mit Hundeproblemen ist kann man zum Beispiel hier nachlesen: [Der Hund beißt nicht].

Um es noch einmal klar zu sagen: Nicht die Hunde sind das Problem, sondern die rücksichtslosen Hundehalter! Sie kennen sich nicht wirklich mit Hunden aus, denn dann würden sie wissen, dass der Jagdtrieb eine ureigene Eigenschaft eines jeden Hundes ist. Viele haben wohl auch noch nie etwas von Tollwut oder vom Fuchsbandwurm gehört. Das diese Krankheiten auf den Menschen übertragen werden können, das geht über ihren Verstand. Und täglich kann man sie beobachten. Sie kommen mit dem Auto aus der Stadt um die Hunde in die Wiesen scheißen zu lassen. Die Rinder müssen das mitfressen und ... Danke das reicht! Aber was soll man von den Hundehaltern halten, die ihre Viecher in Parks, an Badestränden, oder vor der Haustür des Nachbarn ihr Geschäft machen lassen?

In einigen Gegenden ist man mit dieser Frage offensichtlich schon weiter: Man findet an Rad-/Fußwegen Schilder, auf denen ein Leinenzwang für Hunde gefordert ist. Bleibt nur die Frage, ob die Hunde die Schilder verstehen, denn einige rücksichtslose Hundehalter werden das nicht verstehen wollen. Manchmal muss man sich fragen, ob einige Hundehalter schon so degeneriert sind, dass sie es schön finden, ihre Mitmenschen mit Hundekot beglücken zu dürfen?

Noch irgend welche Fragen?

Die Email eines Hundehalters

Nachtrag März 2009: Wer diesen Blog aufmerksam gelesen hat, der dürfte unschwer erkannt haben, dass der Autor kein Hundehasser ist, oder gar zu einem Rundumschlag gegen alle Hundehalter ausholt. Nein, ganz im Gegenteil, der Autor möchte sich ausdrücklich bei allen Hundehaltern bedanken, die ihren Liebling vorbildlich in der Öffentlichkeit führen, so dass weder ein Biker, noch irgendein anderer Mitbürger sich belästigt oder gar gefährdet fühlt.

Aber wie war das mit den rücksichtslosen Hundehaltern? Die outen sich selber, in dem sie anonyme Mails schreiben:

Guten Tag,
habe eben Ihre recht informativen Seiten zu MTB gelesen bis... tja, der Tipp zum ermorden eines "Köters" und die detaillierte, ja schon fast genussvolle Schilderung Ihrer Vorgehensweise beim "Zu-Brei-Fahren" ist wirklich unter jeder Kritik. Sie zeigt einen reinen Gewaltmenschen.
Bin selbst langjähriger Hundehalter (u.a.Schäferhund) und seit Jahrzehnten begeisterter Biker, weiss also in etwa worüber ich schreibe. Es gibt für derartige Probleme durchaus auch Alternativen. Sie heissen Pfefferspray, Davonfahren (wenn es sein muss auch einmal im Rückzug bergab, aber ich denke dass ist eher nicht Ihre Mentalität). Bergab schaffen Sie locker mehr als die Maximalgeschwindigkeit des schnellsten mir bekannten Hundes von etwa 50 km/H über einige Minuten.
Diese Methoden haben beispielsweise eine Situation mit zwei Dobermännern wirksam entspannt, auch ohne diese zu Brei zu fahren.
Lösen Sie Meinungsverschiedenheiten mit Ihren Mitmenschen eigentlich auf eine vergleichbare Art? Wie verhalten Sie sich, wenn etwa Kinder Ihren Weg kreuzen? Draufhalten und "Bahn frei" gebrüllt? Konsequent wäre es ja. Ein wirklich abscheulicher Beitrag, der den Ruf der Biker als rücksichtslos nur festigen kann.
[kein Gruß, kein Name]

Wirklich schade, dass der Schreiber dieser Mail anonym bleiben wollte. Zu gerne würde ich ihn fragen, ob er seine Hunde stets so führt, dass kein Mitbürger belästig oder gefährdet wird. Viel Phantasie scheint er auch zu haben: "Zu-Brei-Fahren"! (Der "zu Brei gefahrene" Köter hat damals winselnd das Weite gesucht und wird wohl gelernt haben, dass das Angreifen eines Radfahrers bestraft wird.) Ich möchte auch zu gerne wissen, ob der unbekannte Schreiber immer Pfefferspray dabei hat, und wie er es schafft, dieses in voller Fahrt aus dem Rücksack zu kramen, und wie bitte schön kann man auf einem Forstweg 50 km/h schnell fahren? Wenn man da überhaupt so schnell fahren könnte, dann würde ich mich doch lieber beißen lassen als zu riskieren, dass ich mir bei einem Sturz das Genick breche.

Radfahrer und der Rinderwahnsinn

Bisher konnte man immer lesen, dass Rinderwahnsinn nicht direkt auf den Menschen übertragbar sein soll. Nach den folgenden wiederholten Erlebnissen bin ich mir nicht mehr so sicher.

Heimfahrt mit dem Bike. Es ist später Nachmittag und die Sonne steht schon tief. Rechts und Links des Weges ein paar Bäume und Weidezäune. Ich bin hier schon ein paar hundert mal entlang gekommen. Plötzlich ein Ruck der mich fast vom Bike haut. Was ist los? Ein dünner, bei diesen Lichtverhältnissen unsichtbarer Draht war quer über den Weg gespannt! Bauern hatten hier kurz zuvor ihre Rindviecher von der Weide getrieben und diese Radfahrerfalle hinterlassen. Außer einem gewaltigen Schreck ist mir nichts passiert weil der rostige Draht zu meinem Glück sofort gerissen ist. Nur das neue Bike hatte die ersten Kratzer abbekommen.

Zwei Wochen später an anderer Stelle wieder ein quer über den Weg gespannter Draht. Dieses Mal hatte ich ihn wegen der im Rücken stehenden Sonne rechtzeitig erkannt.

Es handelte sich in beiden Fällen um öffentliche Wege, die sogar als Fernradwege ausgeschildert sind. Ich will den Verursachern dieser Gefahrenquellen keine vorsätzliche Tat unterstellen, aber es zeugt in beiden Fällen von hirnlosen Aktionen - gerade so als wenn der Rinderwahnsinn auf Menschen übergesprungen wäre.

Rinderwahnsinn hoch 2

Das folgende Beispiel zeigt, dass alles noch steigerungsfähig ist: Ein etwa 20 km langer Radweg (siehe das erste Bild) führt von Cortina di Ampezzo bis Toblach auf einer ehemaligen Bahntrasse durch die wunderschöne Landschaft der Dolomiten. Wenn man diesen Weg gen Toblach hinunter rollt, dann erreicht man auf Grund des Höhenunterschieds von etwa 350 m recht ansehnliche Geschwindigkeiten.

 Es war der 20.9.08, ca. 15:45 Uhr, als ich diese Strecke wieder einmal hinunter rollte. Ein entgegenkommender Radler gab mir glücklicherweise ein Warnzeichen, so dass ich gerade rechtzeitig noch vor dem im rechten Bild gezeigten Hindernis abbremsen konnte.

Ich bin noch einmal ein kurzes Stück zurück gefahren um zu sehen, ob ich eventuell eine Warnung vor dem lebensgefährlichen Hindernis übersehen hatte. Nein! Besonders heimtückisch ist, dass man auf einem offiziellen Radweg nicht damit rechnet, sowie die Bodenwelle davor. Man erkennt es wirklich erst im letzten Moment. Das es nicht das erste Mal aufgebaut war, lässt die beschädigte Grasnarbe links davon vermuten. Ich denke, dass sich jeglicher Kommentar erübrigt: ein echter Fall von Rinderwahnsinn!

noch mehr Rinderwahnsinn und die Dunkelheit

Man könnte ja annehmen, dass Bauern ein klein wenig Verstand besitzen und ihrem Vieh die Probleme der Sommerzeit-Umstellung ersparen indem sie es entsprechend ihrer biologischen Uhr und bei Tageslicht von der Weide treiben. Weit getäuscht! Nein, die Rindviecher sind genau zur gleichen Uhrzeit dran!

Es war Anfang November und kurz nach 17 Uhr. Die Sonne war bereits hinter dem Horizont versunken. Ich rollte mit dem Rad mit etwa Tempo 30 eine leicht abschüssige Straße hinab, als ich plötzlich Schatten vor mir sehe. Oh Schreck, eine Herde Kühe trottet über die Straße! Ich versuche auszuweichen, doch jetzt kommt es noch schlimmer, im Licht der Fahrradlampe erkenne ich das auf der Landstraße parkende Fahrzeug der Bauern - unbeleuchtet! Vollbremsung um nicht auf das Fahrzeug zu knallen. Sturz! Zum Glück ist mir nichts passiert.


Kritiker werden jetzt einwerfen, dass von jedem Verkehrsteilnehmer verlangt wird nicht schneller zu fahren wie es die Sichtverhältnisse erlauben. Merkwürdig ist dabei nur, dass es vielen Autofahrern nicht bewußt ist, dass ihr Bremsweg bei typischer Landstraßen-Geschwindigkeit viel länger ist wie ihr Abblendlicht reicht und sie mit schlecht beleuchteten Radfahrenden oder gar völlig unbeleuchteten Fußgängern rechnen müssen, von Tieren ganz zu schweigen?

Viel Waldvergnügen in den Bayerischen Staatsforsten

Mou(n)tainbiker

Mai 2008: Einleitend muss ich gestehen, dass ich das rechts gezeigte Schild in einer Phase größten Frustes fotografiert habe.

Was war passiert? Ich wollte endlich wieder einmal eine richtig knackige MTB-Tour in den heimatlichen Bergen fahren. Die Umrundung der Benediktenwand vom Isarwinkel aus war gerade das richtige. Die 45 km lange Tour versprach etwa 1200 Höhenmeter, einige Trails und viel Einsamkeit. Ich war bereits etwa 2 Stunden auf Forststraßen unterwegs, als die Tour am Langenecksattel ein jähes Ende nahm...

Aber was will ich mich beschweren? Mountainbiker und Wanderer sind in den Forsten eh nur geduldet. Man kann ja nicht im Ernst verlangen, dass derartige Hinweistafeln bereits unten aufgestellt werden - anders wäre es ja eine zu kurze Dienstfahrt gewesen - oder? Dafür fehlt mir allerdings das Verständnis ...

Trotzdem ein Tipp an die netten Schilderschreiber: Anstatt "Mou(n)tainbiker" sollte man lieber "Bergradfahrer" schreiben.

Nachtrag Mai 2009: Ein Jahr ist vergangen, seit dem habe ich viele weitere Wälder gesehen. Dabei ist mir besonders das im Bild rechts gezeigte Schild "Viel Waldvergnügen" ins Auge gestochen. Man findet es an diversen Stellen in den Bayerischen Staatsforsten.
Ich frage mich, wer hat das Vergnügen? Auf jeden Fall kein erholungsuchender Naturfreund! Wahrscheinlich haben nur die Rambos viel Vergnügen, die mit ihren riesigen "Baumernte" - Maschinen alles platt machen. Zurück bleibt stets ein Chaos, schlimmer wie nach einem Wirbelsturm (linkes Bild), total verschlammte Wege und Unmengen von Holz, das jahrelang vor sich hin modert und als Nahrung für Borkenkäfer oder Waldbrände dient. Da bleibt nur noch die Frage, wer mehr Schaden in der Natur anrichtet?

Ja, noch etwas hätte ich fast vergessen: Die "Baumernte" Rambos arbeiten auch am Sonntag, denn auch an diesem "heiligen" Tag darf man sich vergnügen. In Bayern regiert schließlich eine christliche Partei, welche die christlichen Wertvorstellungen verteidigt, besonders wenn es ums Geld geht.

Radfahrer sollen Maut zahlen!

 <GLOSSE AN>

Berlin: Weil immer mehr Autofahrer auf umweltfreundliche Alternativen umsteigen, plant der Finanzminister jetzt auch die Abschaffung der Subventionen für Fahrradfahrer. Zur Verwaltungsvereinfachung soll dies im Form einer Maut erfolgen, die für alle Fahrzeuge anzuwenden ist, welche bisher von der Kraftfahrzeugsteuer ausgenommen waren. Vom Regierungssprecher wurde die Einführung mit einer von der EU geforderten Gleichbehandlung aller Verkehrsteilnehmer begründet. Vom Innenminister wurde zusätzlich gefordert, dass Radfahrer zur Vereinfachung der nachrichtendienstlichen Erkennung keine Helme und Sonnenbrillen mit Spiegelglas tragen dürfen.

Der Gesetzentwurf sieht die folgenden Hebesätze vor: In-Line Scater, Tretroller und Einräder: 20 Euro/Jahr, einfache Fahrräder ohne Schaltung: 50 Euro/Jahr, Fahrrad mit bis zu 7 Gängen: 100 Euro/Jahr, Mountainbike: 150 Euro/Jahr, Rennrad: 200 Euro/Jahr. Zur Überwachung müssen alle Zweiräder mit einem Kennzeichen ausgerüstet werden. Dies ist, wie schon jetzt bei Mofas, alle zwei Jahre gegen ein Schild in anderer Farbe auszuwechseln. Ein Saisonkennzeichen ist nicht geplant. Die Nichtbeachtung soll mit 5 Punkten in der Flensburger Verkehrssünderkartei und einer 1-monatigen Beschlagnahme des Fahrrads geahndet werden.

Die ersten Reaktionen

Die Aktienkurse der Mineralölkonzerne stiegen nach dem Bekanntwerden der Meldung um 3 Punkte.

Ein bekannter Sportartikelhersteller stellte die erste Kollektion von lila-farbenen Bikeshirts mit integriertem leuchtend grünen Kennzeichen vor. Die ersten Muster wurden bei Ebay für 1500 Euro ersteigert.

Der Verband der Fahrradhersteller kündigte einen Personalabbau und weitere Verlagerungen ins Ausland an.

Ein großer Automobilclub begrüßte die Einführung als Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr. Gleichzeitig wurde die Forderung wiederholt, wonach Radfahrer auch Tagsüber mit Licht fahren sollen, dies würde als Nebeneffekt auch die viel zu hohen Geschwindigkeiten der Radfahrer drosseln.

Der Radfahrerclub plant eine Sternfahrt aus allen Teilen Deutschlands zur Demonstration nach Berlin über die Autobahn. Als Starttermin ist das erste Ferienwochenende geplant.

<GLOSSE AUS>

Über diese Glosse kann man wohl nicht mehr lachen, da dies bald Wirklichkeit sein wird - auch wenn die Regierung immer behauptet, dass keine weiteren Steuererhöhungen geplant seien. Das ist wie bei allen Wahlversprechen. Nur eins ist sicher: die nächste Diätenerhöhung. Ich weiß schon, wo ich bei der nächsten Wahl meine Kreuze NICHT hinmache! Du auch?

Nummernschilder für Fahrräder

August 2008: Die vorherstehende Glosse ist gar nicht so realitätsfern. Der CDU-Politiker Gero Storjohann ist der Meinung, dass mit Nummernschildern an Fahrrädern die Verkehrssicherheit in Ballungsgebieten erhöht werden kann. Fachleute (wozu bekanntlich Politiker nicht zählen) sind da ganz anderer Meinung. Es würde nur der Bürokratismus gefördert. Die Verkehrssicherheit kann zum Beispiel mit einer besseren technischen Ausrüstung der Fahrräder sinnvoller erhöht werden ...

Dem Herrn ist offensichtlich entgangen, dass Kraftfahrzeuge schon immer mit Nummernschilder versehen sind und dass dies noch keinen motorisierten Verkehrssünder von seinen Taten abgehalten hat.

Und wo soll das hinführen? Erst Nummernschilder (und Bürokratismus) für Fahrräder in Ballungsgebieten, dann für alle Fahrräder (denn jedes Kaff ist ein "Ballungsgebiet"), dann für In-Line-Skater, dann für Jogger, dann für Kinderwagen, dann für ...

Diese Meldung zeigt vor allem, welche Partei man NICHT wählen kann. Wir brauchen keine Politiker, die umwelt- und gesundheitsbewussten Bürgern zusätzliche Steine in den Weg legen!

Warnwesten und ein Rucksackverbot für Radfahrer?

März 2011: Der CDU-Europa-Parlamentsabgeordnete Dieter-Lebrecht Koch hat einen Verordnungsentwurf in das Europäische Parlament eingebracht, nach dem Radfahrer dazu verpflichtet werden sollen Warnwesten zu tragen.

Beim Lesen dieser Meldungen verliert man die letzten Zeifel daran, dass auf europäischer Ebene offensichtlich nur noch Blödsinn beschlossen wird. Zu erinnern sei hier nur an die Biosprit Verordnung - weltweiter Hunger und die EU muss die Lebenmittelpreise hochtreiben. Oder ist dies eine neue Masche zum Abkassieren? Die Österreicher machen es schon lange mit den Warnwesten für Autofahrer vor: Deutsche Autofahrer werden gezielt angehalten und abkassiert wenn die Warnweste lediglich im Kofferraum liegt anstatt den Innenraum vollzumüllen.

Der Herr Dieter-Lebrecht Koch hat offensichtlich eine verdrehte Denkweise. Er hat nicht kapiert, dass die Gefahr nicht von den Radfahrern aus geht, sondern von den Autofahrern. Es gibt effektivere Mittel um die Verkehrssicherheit zu erhöhen! Seit Jahren ist die Politik unfähig, zeitgemäße einheitliche Ausrüstungsvorschriften für Fahrräder zu verabschieden.

Für was soll die Warnwestenpflicht gut sein? Sie wird lediglich dafür sorgen, dass weniger Menschen das umweltfreundliche Fahrrad benutzen. Man stelle sich einmal die Warnwestenpflicht in der Praxis vor. Darf ein Radfahrer dann keinen Rucksack mehr tragen? Muss ein Radfahrer im Sommer dank Warnweste noch mehr schwitzen?

Höhere Bußgelder und Schutzheilige für Radfahrer

April 2012: Ein weiteres Beispiel für die ewig Gestrigen: Da fordert der Vorsitzende der Polizei-Gewerkschaft höhere Bußgelder und Kennzeichen für Radfahrer und glaubt allen Ernstes damit die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Als Argument für seine Forderungen nennt er Radler, die ein Handy benutzen. Dies sei genau so zu ahnden wie Verstöße von Autofahrern. Die Argumentation ist derartig dumm, dass man nur darüber Lachen kann.

Zur Nachhilfe: rein physikalisch betrachtet stellt ein telefonierender Autofahrer auf Grund seiner kinetischen Energie ein 1000 mal höheres Gefahrenpotenzial wie ein Radfahrer dar. Der Radfahrer wird irgendwann einmal über den Lenker absteigen und dabei mit Schmerzen etwas gelernt haben, aber ein telefonierender Autofahrer kann eine rasende Bombe sein ...

Den Herrn sollte man zu einem Dienstrad verpflichten damit er kapiert, von wem die Gefahr auf den Straßen ausgeht! Der Herr und seine Anhänger würden wirklich etwas für die Verkehrssicherheit tun wenn sie per Dienstrad Streife fahren würden. Sie würden wahrscheinlich hunderte von rücksichtslosen Autofahrern zu Fußgängern degradieren und damit wirklich für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen. Aber der Herr bemängelt lieber fehlendes Personal zur Überwachung der Radfahrer.

Und unser Herr Bundesverkehrsminister von der christlichen Partei fordert dazu passend eine Helmpflicht für Radfahrer. Einen besseren Schutz gegenüber rücksichtslosen Autofahrern fällt ihm wohl nicht ein. Es gibt doch sicherlich einen Schutzheiligen den man sich an das Rad schrauben kann?

Radfahrer und Vampire

Wer es mag ...

<WITZ AN>

Zwei Rennradfahrer haben nach Sonnenuntergang ihr Tagesziel noch nicht erreicht. Sie haben wie immer keine Beleuchtung an ihren Bikes, so dass kommen muss, was kommen muss: sie werden von einem Vampir überfahren. Der steigt aus und überlegt nicht lange, zu Schade um diese blutjungen Kerle, schlürft sie kurzerhand aus und fährt weiter.

Ein paar Kilometer weiter kommt der Vampir in eine Polizeikontrolle: "Haben sie etwas getrunken?"

"Zwei Radler"

<WITZ AUS>

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